E-Mail Revolution: Das war 1971!

Vor 50 Jahren hat Ray Tomlinson die allererste E-Mail weltweit verschickt.

„Tomlinsons E-Mail-Programm brachte eine vollständige Revolution und veränderte die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, grundlegend.“ - Wikipedia.

E-Mail heute: Das wichtigste Kommunikationsmittel für Unternehmen

Mit rund 320 000 000 000 E-Mails, die täglich in 5000 Millionen Postfächern verschickt werden, verlassen sich Unternehmen nach wie vor auf die E-Mail. Über Lösungen wie z.B. Zoom oder Messenger-Tools wie Slack, ist zwar eine Kommunikation möglich, aber sie erfüllen keine vollständige und nachvollziehbare Nachrichtenkommunikation für alle Arten von Empfänger.

Sowie die E-Mail heute die Nummer eins in der Kommunikation ist, so wurde sie auch zur Nummer eins für Cyberangriffe!

E-Mail: Die Nummer eins für Cyberangriffe!

Die E-Mail hat den Postversand zum großen Teil ersetzt und bringt zufälligerweise die gleiche Wichtigkeit mit sich, aber auch die meisten Probleme. Früher war unser Briefkasten überfüllt mit Werbepost, Zeitungen, Bettelbriefe und Wettbewerbe, so dass viele einen Kleber „Keine Werbung erwünscht“ auf Ihren Briefkasten geklebt haben. Hat es genutzt? Nein, manche Werbungen wurden in einen Briefumschlag verpackt, persönlich adressiert und gelangten trotzdem in unseren Briefkasten.

Der Kleber (Keine Werbung erwünscht) nennt sich als Oberbegriff „Spamfilter“, der dafür sorgen sollte, dass das Postfach nicht mit Müll überfüllt wird. Aber einzelne unerwünschte E-Mails gelangen trotz allem in unseren Briefkasten. Sie müssen nur gut eingepackt sein. Meistens sind es genau diese E-Mails, die unsere Daten bedrohen und Sie müssen prüfen, ist der Absender echt? Wurde der Inhalt verfälscht? Befindet sich etwas Schädliches im Anhang etc.

Trotz aller Sorgfalt machen die Erfolge immer wieder Schlagzeilen und die E-Mails sind zum wichtigsten Angriffsvektor für soziale Cyberangriffe (durch Phishing und kompromittierte E-Mails) geworden, die neben menschlichen Fehlern und dem Diebstahl von Zugangsdaten die Hauptursache für Sicherheitsverletzungen sind.

50 Jahre später stehen wir vor folgenden E-Mail-Problemen

  • NetSTAR zeigt, dass die Zahl der Phishing-Angriffe während COVID-19 gestiegen ist. In einigen Gebieten hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt, in anderen stieg sie um über 600 %.
  • Mit dem Ausbruch von COVID-19 änderten Hacker ihre Taktik, um diejenigen ins Visier zu nehmen, die von zu Hause arbeiten. So ist eine der am häufigsten in E-Mail-Angriffen nachgeahmten Marken derzeit Zoom.
  • Verizon zeigt, dass 60 % der Phishing-Versuche auf die Anmeldedaten von Personen abzielen, während 50 % auch nach zusätzlichen persönlichen Informationen suchen. Einige andere Arten von Informationen, die bei einem Phishing-Angriff erlangt werden können, sind: Medizinische Daten, Kontoauszüge, Geheimdokumente, vertrauliche Informationen, Zahlungsdaten und IT-Systemdaten.
  • Da es die Betrüger vor allem auf Geld abgesehen haben, ist der Rechnungs- und Zahlungsbetrug in der ersten Hälfte dieses Jahres um 112 % gestiegen. Das häufigste Ziel dieser Phishing-E-Mails sind Finanzangestellte, verglichen mit 87 % der Personen, die in anderen Sektoren arbeiten.
  • Im zweiten Quartal 2020 ist die Zahl der bösartigen Anhänge gegenüber dem Vorjahr um rund 6,5 Millionen gestiegen. Es ist wichtig zu wissen, dass bösartige Anhänge nicht nur in Form von .exe-Dateien auftreten. Laut Symantec sind .dot- und .doc-Dateien (37 %) die häufigste Art von bösartigen Anhängen, gefolgt von .exe-Dateien mit 19,5 %.

E-Mail-Bedrohungen: Auch KMUs sind betroffen

Studien haben gezeigt, dass KMUs immer häufiger zum Ziel von Cyberangriffen werden. Für einige Unternehmen reicht ein einziger Angriff aus, um den Betrieb vollständig einzustellen, denn laut der US National Cyber Security Alliance scheitern 60 % der KMU innerhalb weniger Monate nach einem Cyberangriff. Diese Statistik veranlasst KMUs dazu, der Cybersicherheit Priorität einzuräumen.

E-Mail ist für die Produktivität eines Unternehmens von größter Bedeutung. Sie kann aber auch zum Verhängnis werden, wenn Sie nicht die richtigen Sicherheitsvorkehrungen treffen!